Sardinien – der Tag des Abschieds naht

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Nach genau 2 Wochen werden wir morgen gegen 21:30 Uhr die Nachtfähre von Sardinien auf das italienische Festland (Genua) nehmen, nun heißt es erst einmal Abschied nehmen von dieser heißen und trockenen Insel, auf der die Kakteen am Straßenrand wachsen, wie bei uns das Unkraut.

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Aber es heißt auch Abschied nehmen von vielen neu gewonnenen Freunden, mit denen die Kinder zum Teil den ganzen Tag auf dem Campingplatz unterwegs waren.

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Nach dem Abschied und der Überfahrt mit der Fähre planen wir, vom italienischen Festland aus weiter in den Schwarzwald zu fahren, um dort am Dienstag einen Zwischenstopp auf dem Campingplatz Münstertal einzulegen. Bis Mittwoch haben die Handwerker versprochen, unsere Wohnung zumindest in einem bewohnbaren Zustand zu versetzten, so dass wir dann hoffentlich zurückkehren können …

Posted from Sardinia, Italy.

Zu Besuch bei Paolo Pusceddu

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Sardinien ist bekannt für seine Hirtenmesser, deren Griffe traditionell in aufwendiger Handarbeit aus dem Horn von Büffeln oder Ziegen gefertigt werden. In Arbus betreibt Paolo Pusceddu sein „Museo del coltello“ – er ist nicht nur wegen der Qualität seiner liebevoll gefertigten Messer berühmt, sondern auch, weil er im Guiness Buch der Rekorde als Weltrekordhalter für das größte handgefertigte Messer der Welt eingetragen ist.

Linus versucht, das größte Messer der Welt hochzuheben...

Linus versucht, das größte Messer der Welt hochzuheben…

Das Museum ist sehr klein und der Zutritt erfolgt über einen winzigen Hinterhof, der sehr idyllisch gestaltet ist.

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Um Zugang zu erhalten, mussten wir erst in die Werkstatt des Messerschmieds gehen, wo wir ihn eifrig bei der Arbeit vorfanden und zusehen durften, wie die Funken flogen, als er Rohlinge von Klingen schärfte und schliff. Überall lagen Stücke von Tierhörnern herum, mit denen die Kinder spielen konnten.Wi r wurden freundlich begrüßt und bekamen erst einmal frische Weintrauben angeboten, danach erhielten wir eine Führung von Paolo persönlich (auf italienisch – war aber irgendwie zu verstehen) durch die wirklich sehr atmosphärischen Räumlichkeiten, auf der er uns auch erklärte und veranschaulichte, wie seine Messer hergestellt werden.

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Bei den Messern handelt es sich um das Ergebnis traditioneller, sehr alter Handwerkskunst unter Verwendung natürlicher Materialien – es war ein tolles Erlebnis, einen Einblick zu erhalten – insbesondere Linus war begeistert! Einen ersten Eindruck von dem Museum kann man über dieses youtube-Video erhalten.

Posted from Sardinia, Italy.

Grotta di San Giovanni

3 Höhlenforscher ... oder Platos Höhlengleichnis

3 Höhlenforscher … oder Platos Höhlengleichnis

Man nehme einen großen Berg, einen Fluß, und warte ein paar tausend Jahre ab – schon hat man eine Tropfsteinhöhle, die einen natürlichen Tunnel durch den Berg bildet, der dann von den Sarden mit einer Asphaltdecke versehen wird, so dass eine Strasse entsteht. Dies ist in Kurzform die Geschichte der Grotta di San Giovanni, die wir heute nach langer Fahrt durch kurvige Bergstrassen

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besucht und besichtigt haben.

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Als wir am Ende wieder ankamen, schauten die Kinder (und wir) noch begeistert 2 Kletterern zu, die sich erstaunlich leichtfüßig in der Felswand bewegten:

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Ach ja … und zwischendurch erhielten wir noch Fotos aus Bergisch Gladbach von der lang ersehnten Fensterlieferung:

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Posted from Sardinia, Italy.

Geocache im Geisterhaus

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Auf einem Berg hoch über unserem Campingplatz liegt eine alte, verfallene Villa, wo laut norditalienischen Legenden eine sehr reiche und geheimnisvolle italienische Dame mit ihrem Sohn lebte, der unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Mittlerweile soll es in dieser Villa spucken und zeitweise soll dort mysteriöse Musik zu hören sein. Natürlich ist dort ein Geocache versteckt, den wir unbedingt finden wollten.
Nach langem Fußmarsch auf den Berg wurden wir mit toller Aussicht belohnt,

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bei unserer Ankunft dort wurde die gruselige Geisterhausatmosphäre durch die dort aufgestellten Tiertotenschädel (angeblich arbeitet dort eine Sekte) noch verstärkt.

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Toller Tag mit tollem Cache!

Posted from Costa Rei, Sardinia, Italy.

Julias Geburtstag

Nach unserer Ankunft am Montag verbrachten wir den Dienstag und Mittwoch bei sensationellem Wetter fast nur am Strand, im Meer oder am Zelt. Erwähnenswert ist nach wie vor das Restaurant, in dem am Mittwochabend ein mehrgängiges Menue mit sardischen Spezialitäten, die einen wirklich kulinarisch umwerfen konnten, angeboten wurde.
Aber nun zurück zum Donnerstag – Julias Geburtstag: Zum Frühstück gab es Geburtstagskuchen mit Prosecco im Vorzelt,

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anschließend gab es einen kurzen Regenschauer – nach Mittagsruhe in der Hängematte folgte eine Strandwanderung zu einem nahe gelegen Felsen, der nach Linus Interpretation aussieht, wie eine Schildkröte (psychiatrisch ein klassisches Beispiel für eine Sinnestäuschung oder genauer gesagt: Pareidolie),

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und dann einen stilechten Ausklang des Abend im Restaurant. Eine Besonderheit an diesem Tag war ein riesiger und wunderschöner Regenbogen, wie wir ihn bisher noch nie gesehen haben:

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Apropos Linus: seit unserer Ankunft sehen wir ihn so gut wir gar nicht mehr, denn er hat jede Menge neue Freunde gefunden und ist mit Ihnen bis tief in die Dunkelheit hinein auf dem Campingplatz unterwegs. Wenn er dann von uns gerufen wird, ist er eher beleidigt darüber, dass wir ihn vom Spielen mit seinen Freunden abhalten. Leider reisen ständig irgendwelche von ihnen ab, was dann wiederum zu Tränen führt. Aber der Spass überwiegt, und außerdem haben diese Freunde manchmal sehr interessante Geräte (Nintendo Gameboy usw…).

Posted from Sardinia, Italy.

Ankunft auf Sardinien

Am Montagmorgen kamen wir nach leicht stürmischer Überfahrt, aber dennoch gut ausgeruht, gegen 08:00 Uhr im Hafen von Olbia auf Sardinien an. Bei Einfahrt in den Hafen wehte ein rauher Wind, dennoch verbrachten wir die Zeit an Deck, wo Linus mehr als aufgeregt war, weil wir mit dem Schiff nun endlich auf eine Insel fuhren, während Lilly dies alles eher bei ihrer Mama auf dem Schoß aus der Ferne beobachtete …
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Nachdem wir nun wieder festen Boden unter den Reifen hatten, suchte Julia fix drei potenziell in Frage kommende Campingplätze an der Ostküste aus, die wir nacheinander anfahren wollten. Gesagt, getan: Platz 1 war derart schlecht ausgeschildert, dass wir bis heute nicht wissen, ob er eigentlich wirklich existiert, Platz 2 war wunderschön, allerdings ohne Meerblick und Platz 3 war schließlich 160km entfernt – aber dies konnte uns zunächst nicht abschrecken, was aber daran lag, dass wir nicht mit der Geografie Sardiniens vertraut waren. 163km lassen sich in Deutschland recht gemächlich abfahren, auf Sardinien bedeuten sie aber manchmal mehr geschätzt 1000 Höhenmeter über kurvige und enge Bergstrassen, so dass diese Strecke mehr als 3 Stunden dauerte und vor allem bei Linus und Julia zu Übelkeit führte.
Wie dem auch sei – gegen 14:00 Uhr (also genau zur sardischen Siesta) trafen wir an dem Campinglplatz „Capo Ferrato“ an der Costa Rei ein – er hatte erwartungsgemäß geschlossen und öffnete erst um 15:30 Uhr seine Rezeption. Bei über 37° Celsius waren wir etwas ausgetrocknet, erschöpft und ungeduldig, machten allerdings das beste aus der Situation, indem wir erst einmal ein Bad im Meer nahmen und uns einen ersten Drink (es lebe das sardische Bier!) genehmigten.
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Die Kinder wollten diesen Ort nie mehr verlassen und zu unserem Glück erfuhren wir, dass wir den letzten Stellplatz (danke an Julia, die vor einigen Stunden dort angerufen und reserviert hatte) ergatterten!!!
So schlugen wir also, glücklich darüber, endlich angekommen zu sein, bei sengender Hitze unser Zelt unter Eukalyptusbäumen auf und verbrachten den Abend zunächst im Meer (Linus liebt das Meer!) und anschließend im Restaurant des Campingplatzes, der kulinarisch einiges mehr als der klassische „Italiener um die Ecke“ in Deutschland zu bieten hat (man speist hier in der Regel 4-Gänge Menues und lässt sich von einem Sommeliere beraten. Wie dem auch sei – Linus liebt originalitalienische Pizza und wollte sogar eine zweite bestellen 🙂
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Posted from Italy.

Start in den Sommerurlaub 2016

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Vor einigen Wochen hatten wir geplant unseren Sommerurlaub auf Sardinen zu verbringen, da wir dieses Jahr erst sehr spät (im September) unterwegs sind, und weil Sardinien nochmals südlicher von Korsika liegt, was im Spätsommer auf höhere Temperaturen hoffen lässt. Wir sind am Sonntagmorgen um ca. 08:00 Uhr losgefahren und hatten einen Zwischenstopp am Gardasee geplant, nach einigen Autobahnkilometern haben wir aber spontan entschlossen, einfach direkt durch an die italienische Mittelmeerküste zu fahren, um vom Hafen von Genua die Nachtfähre nach Sardinien zu nehmen. Also buchte Julia schnell von unterwegs mit dem iPhone die Überfahrt und wir fuhren durch Deutschland, die Schweiz und schließlich durch Oberitalien nach Genua, wo wir gegen 21:00 Uhr nach verkehrsreicher Fahrt, aber mit lieben Kindern, eintrafen und dank online-Buchung direkt auf die Fähre von Moby-Lines fahren konnten. Für die Überfahrt hatten wir eine Viererkabine gebucht, in die wir schnell unsere nötigsten Sachen packten, um dann im Restaurant gemütlich zu speisen, und dann beim Auslaufen der Fähre aus dem bei Nacht herrlich beleuchteten Genua an Deck zu sein, was nicht nur die Kinder riesig begeisterte!
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Posted from Genoa, Liguria, Italy.